Schreibwettbewerb 2019

War das eine Aufregung

 

Dieses Jahr haben 223 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Uster an unserem Schreibwettbewerb teilgenommen, ein neuer Rekord! Das Thema hiess "War das eine Aufregung", wobei die fünf abgebildeten Würfel in irgendeiner Form darin vorkommen mussten.

Aus den vielen spannenden, witzigen oder fantasievollen Geschichten wurde pro Klassenstufe die beste Geschichte ausgewählt und mit einer Urkunde und einem Set Geschichtenwürfel belohnt. Herzliche Gratulation an die Gewinner/innen und vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Nächstes Jahr gibt es natürlich wieder einen Wettbewerb.


1. Klasse, Manon Stierlin, Talacker

In der Schule spielte Laura. Sie war aufgeregt, denn sie hatte nämlich ein Puzzle mit einer Schlange drauf mitgebracht. Nach der Schule lief Laura nach Hause. Auf dem Heimweg träumte sie von einer Schlange, die ihre Freundin war. Da zitterte ein Busch! Laura erschrak. Es zischte eine Schlange aus dem Busch. Laura freute sich, denn sie konnte ein Foto von der Schlange machen.


2. Klasse, Lucas Fisch, Pünt

Wie jeden Morgen sitzt Maxi in der Schule. Die Halbklasse hat gerade Mathe. Maxi muss viel denken. Die Lehrerin möchte die Kinder reinlegen und zieht eine Gummischlange aus dem Ärmel. Die Kinder erschrecken sehr bis die Lehrerin sagt: Reingefallen! Dann sagen die Kinder im Chor: Puh! Und die Lehrerin hat sogar alles mit einer versteckten Kamera gefilmt. Als sie den Film nochmals angeschaut haben, mussten alle laut lachen.


3. Klasse, Lorena Vidale, Niederuster

An diesem Abend war Lara traurig. Sie sass in ihrem Zimmer und starrte aus dem Fenster. Es hatte viele Wolken und man sah die Sonne fast nicht. Ihre Schlange Sidra war ausgebrochen. Ihr Käfig stand offen und leer auf ihrem Nachttisch. Mitten in der Nacht wachte Lara auf. Sie krabbelte aus dem Bett und stelle sich ans Fenster. Ganz still war es. Nur ein Käuzchen schrie in die geheimnisvolle Stille. Plötzlich vermisste Lara Sidra sehr und wollte sie unbedingt wiederhaben. Also schnappte sie ihren Schulthek, der immer in ihrem Zimmer stand und legte den Inhalt in ihren Spieleschrank. Als sie alles reingestopft hatte, fiel ihr Matheheft wieder raus und riss ein Puzzel mit. Es krachte laut und Lara stockte der Atem. Hoffentlich hatte sie niemand gehört. Im Haus blieb es still. Nichts rührte sich. Schnell packte sie ihre Kamera ein und schnappte ihr Kletterseil. Sie knotete das Seil am Fensterbrett an und liess sich abseilen. Unten angekommen, lief sie los. Sie rannte und rannte. Am Waldrand stoppte sie. Vor ihr lag eineSchlangenhaut. "Die ist bestimmt von Sidra!", dachte Lara. Als sie mitten im Wald ankam, war es schon fast wieder hell. Lara traute ihren Augen nicht, auf einem Stein sass Sidra. Sie umarmte Sidra fest. Lara war froh, als sie wieder beruhigt in ihrem Bett lag.


4. Klasse, Serafin Klinkert, Pünt

Ich bin eine Schlange, der es sehr, sehr schlecht geht. Mir ging es so schlecht, weil eines Tages viele Touristen gekommen sind. Sie kamen mit ihren Fotoapparaten und ihren Rucksäcken mit der Hoffnung, viele wilde Tiere zu fotografieren. Doch es gab auch kleine Kinder, die mit Puzzles kamen und spielten. An diesem traurigen Tag verlor eines der Kinder ein Puzzleteil und merkte es nicht. Ich dachte, das Teil ist essbar und verschluckte es. Seit diesem Tag habe ich schreckliche Halsschmerzen und Schluckweh. Aber etwas habe ich gelernt: "Friss nie was den Menschen gehörte."


5. Klasse, Raphael Sermatinger, Niederuster

Neulich, an einem Sonntagmorgen, wurde ich unsanft von meinem kleinen Bruder Aaron geweckt. Entsetzt schrie er: "Hilfe, die Nachbarsschlange hat Hamster Kalle verspeist!" Schnell hüpfte ich aus dem Bett und rannte in Aarons Zimmer, um mir ein Bild von der Situation zu verschaffen. " Ist er vielleicht im Wäschekorb", dachte ich scharfsinnig nach, "oder hat er sich in Aarons Schatzkiste versteckt?" Leider nicht! Daher suchte ich das Zimmer weiter ab. Auf einmal nahm ich ein schmatzendes Geräusch aus Aarons Schulranzen wahr. Dieses Indiz war das entscheidende Puzzelteil. Ich befreite Kalle, der genüsslich Körner frass und überreichte ihn Aaron. Nun hatte dieser keine schlechte Laune mehr.


6. Klasse, Elia Shibli, Talacker

Eine Geschichte ist wie ein Puzzle. Fehlen Dinge, ergeben manche Teile der Geschichte einfach keinen Sinn. Wenn zum Beispiel die Kamera des Fotografen vorhanden ist, aber der Rucksack in dem die Kamera ist, fehlt, wie soll er dann die Fotos der Tiere gemacht haben? Noch schlimmer wäre es, würde der Fotograf selbst fehlen, weil dann niemand wüsste, wer die Fotos gemacht hat und um wen oder was es in der Geschichte eigentlich geht.