Schreibwettbewerb 2018

Auf meinem Schulweg kann Fantastisches passieren

Würfel

Dieses Jahr haben über 120 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Uster an unserem Schreibwettbewerb teilgenommen. Das Thema war "Auf meinem Schulweg kann Fantastisches passieren", wobei die fünf abgebildeten Würfelbegriffe darin vorkommen mussten.

Aus den vielen spannenden, witzigen oder fantasievollen Geschichten wurde pro Klassenstufe die beste Geschichte ausgewählt und mit einer Urkunde und einem Set Geschichtenwürfel belohnt. Herzliche Gratulation an die Gewinner/innen und vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Nächstes Jahr gibt es natürlich wieder einen Wettbewerb.


Adriana Vidale, 1. Klasse Pünt

Ich hatte mein Schleichpony gesucht, aber nicht gefunden. Auf dem Schulweg fiel ich in eine versteckte Klappe. Dann war ich in einem anderen Land mit riesigen Pilzen, es regnete. Da sah ich ein Mann mit einem Beil in der Hand. Ich fragte ihn: hast du mein Schleichpony gesehen? Ja sagt der Mann. Dort bei der Kapsel. Ich lief zur Kapsel und sah mein Schleichpony, aber aus der Kapsel kamen kleine Menschen, sie fragten was suchst du hier? Ich suche mein Schleichpony. Hier drüben ist dein Pony, möchtest du noch ein bisschen bei uns bleiben, fragten die kleinen Menschen. Nein, ich muss in die Schule. Die kleinen Menschen sagten: aber komm uns bald besuchen. Ja versprochen, sagte ich. Dann lief ich schnell in die Schule.


Elias Abegg, 2. Klasse Niederuster

Als mein Freund und ich in die Schule gelaufen sind, sahen wir einen Pilz. Ich dachte, er sieht lecker aus. Da fragte ich den Holzhacker: Kann ich den Pilz essen? Da sagte er, iss ihn einfach. Da hatte ich ihn gegessen. Da wurde mir schlecht wie noch nie. Nachdem ich so schnell ich konnte über den Berg in die Schule gerannt bin, hatte ich sehr viel Wasser getrunken. Es half mir nichts. Zum Glück hatte meine Lehrerin eine Tablette dabei. Ich nahm sie und es ging mir viel besser. Von dort an ass ich nie wieder einen Pilz.


Mia Ludyga, 3. Klasse Wermatswil

Hallo, mein Name ist Mia, ich wohne in einem kleinen Dorf namens Wermatswil. Heute will ich euch von meinem besonderen Schulweg erzählen. Es ist ein ganz normaler Tag. Ich gehe von der Schule nach Hause. Dann laufe ich an einem Fluss vorbei. Die Wellen plätschern. Dort im Wasser sehe ich einen Pilz. Ich hole ihn aus dem Fluss. Danach laufe ich weiter und treffe den Holzfäller. Ich frage ihn, ob ich seine Axt kurz haben kann. Er gibt sie mir und ich zerteile den Pilz. Sieh da, eine Pille fällt heraus! Aufgeregt laufe ich zu meiner Oma, die in den Bergen wohnt. Dort zeige ich ihr die Pille. Sie weiss auch nicht, was das für eine Pille ist. Zu guter Letzt frass mein Kater Zeus die Pille und verwandelt sich in einen Schmusetiger. Und seitdem habe ich einen Schmusetiger als Haustier.

Anaïs Meier, 4. Klasse Pünt

Ich wurde vom Klingeln meines Weckers aus meinen Träumen gerissen. Ich zog mich an und ging in die Küche. Da ich und meine schwer kranke Mutter in den Alpen wohnten, gab es fast nie Gipfeli zum Frühstück. Mein Vater fällte Bäume und verkaufte das Holz, um an Geld heranzukommen. Ich sah auf die Uhr. 06:30 Uhr. Ich hatte eine Stunde Zeit, um die Pilze fürs Mittagessen zu pflücken und in die Schule zu gehen. Keine Zeit fürs Frühstück. Barfuss verliess ich das Haus. Meine langen, blonden Haare und mein blaues Kleid flatterten in der Sommerbrise. Schnell pflückte ich einige Pilze und rannte nach Hause. Ich sah nochmals auf die Uhr. 07:00 Uhr. Zeit für die Schule. Ich packte die Sachen, die ich brauchte und stürmte zur Schafweide. Dort wartete Aya schon. Zusammen überquerten wir den Tälli-Fluss und gingen weiter zur Schule. Gerade noch rechtzeitig betraten wir das Schulzimmer. Jetzt klingelt es.


Cécile Nebel, 5. Klasse Talacker

Als ich an einem schönen Montagnachmittag nach Hause ging, war alles anders. Ich ging durch den Wald, weil ich meine Grossmutter besuchen wollte. Als ich an einem Pilz vorbeikam, erschien mir der Pilz unglaublich gross. Ich dachte, dass das nur eine Halluzination wäre. Also sprintete ich schnell vorbei. Doch ich kam nicht vom Fleck. Darum blieb ich stehen und blickte nach oben. Ich fiel vor Schreck fast um, denn ich war extrem geschrumpft. Auf einmal ging alles viel zu schnell. Ich bemerkte mit Schrecken, dass der Pilz mir entgegen fiel. Ich rannte, als wäre der Teufel mit einer Axt hinter mir her. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie etwas - so gross wie das Meer - auf mich herabzustürzen drohte. Komischerweise passierte alles verlangsamt. Gerade als das Wasser und der Pilz mich berührten, erwachte ich schweissgebadet aus diesem Horrortraum.

 

Jasmin Baerlocher, 6. Klasse, Talacker

Der Wind braust mir um die Ohren, der heisse Sand knirscht unter meinen Füssen und ich höre das leise Rauschen des Meeres, das an die Küsten schlägt. "Ach, ist das wunderbar!", rufe ich laut aus und lasse mich in einen weichen Sandhügel plumpsen. "Autsch!", mein Po schmerzt dreimal so fest, wie nach einem Schlag von meinem Bruder und der ist ziemlich schmerzhaft. Was ich natürlich niemals zugeben würde! Ich schaue mich um und sehe die vielen Autos, die an mir vorbeirasen. Erst jetzt wird mir klar, dass ich mitten in einem Tagtraum gesteckt habe und nun auf einem riesigen Pilz inmitten von Gras und Strassen hocke und mich nach einer Poschmerztablette sehne. Langsam und vorsichtig rapple ich mich auf und gehe noch die letzten paar Meter bis zur Schule.