Schreibwettbewerb 2022

Dieses Jahr haben mehr als 250 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Uster an unserem Schreibwettbewerb teilgenommen - ein neuer Rekord! Das Thema hiess "Warum ich meine Hausaufgaben nicht machen konnte", wobei die fünf abgebildeten Würfel in irgendeiner Form darin vorkommen mussten.

Aus den vielen spannenden, witzigen oder fantasievollen Kurzgeschichten wurde durch die dreiköpfige Jury pro Klassenstufe die beste ausgewählt und die Autorinnen und Autoren mit einer Urkunde und einem Set Geschichtenwürfel belohnt. Herzliche Gratulation an die Gewinnerinnen und Gewinner und vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Nächstes Jahr gibt es natürlich wieder einen Wettbewerb.

Würfel

«Warum ich die Hausaufgaben nicht machen konnte.»

 

1. Klasse: Victoria Zaugg, Wermatswil

Ich hatte meinen Schlüssel nicht mehr in die Tür vom Zimmer hereingebracht und die Zeit läuft. Ich hatte die Türe endlich aufgebracht. Dann hatte ich die Aufgaben machen wollen, aber ich war zu langsam. Ich wollte nicht mehr Aufgaben machen. Ich hockte vor dem Feuer. Ich schaute dem Feuer zu und vergass die Hausaufgaben.

2. Klasse: Annika Martin, Niederuster

Als ich von der Schule zurückkam, merkte ich, dass ich meinen Haustürschlüssel vergessen hatte. Ich war zuerst ratlos. Aber dann kam mir in den Sinn, dass ich doch auch zu meinem Freund nach Hause konnte. Aber auf dem Weg zu meinem Freund versperrte mir ein Autobrand den Weg. Da sah ich aus dem Augenwinkel eine kleine Klappe, die offen stand. Ich vergass die Zeit und schlüpfte durch die Klappe. Ich stieg einige Treppen hinunter und war plötzlich in einem Keller. Wie von Geisterhand klappte eine Türe zu und ich war in der Falle. Dann fiel mir plötzlich ein, dass ich meine Schildkröte vergessen hatte. Dieser Gedanke liess mir keine Ruhe. Ich wartete bis sich die Türe wieder öffnete. Dann nutze ich die Gelegenheit, um aus der Tür zu schlüpfen. Als ich wieder draussen war, rannte ich nach Hause und ich hatte Glück. Meine Mutter war zu Hause. Ich rannte zu meiner Schildkröte und gab ihr Futter. Am nächsten Morgen in der Schule fragte mich der Lehrer, warum ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Da erzählte ich ihm alles über den Schlüssel und meiner Idee zu meinem Freund zu gehen und wie ich die Klappe entdeckt habe und das mit dem Feuer.

3. Klasse: Jessica Buob, Pünt

Als ich heute von der Schule nach Hause kam, rannte ich zuerst in die Küche, denn meine Mutter hatte mir versprochen, Spaghetti zu kochen. Gerade als ich in der Küche ankam, konnte ich sehen, wie meine Schildkröte Mia auf den Herd zulief. Die Flamme war gerade gelöscht worden, der Herd war noch glühend heiss! Und Mia war nur noch wenige Zentimeter entfernt! «Mia, nicht!» schrie ich. Doch es war bereits geschehen. Mia hatte sich verbrannt. Schnell lief ich mit meiner Mutter zum Tierarzt. Zum Glück konnte er Mia schnell abkühlen. Als er fertig war, gingen wir erleichtert nach Hause. Doch die Tür war abgeschlossen und Mama konnte den Schlüssel nicht finden! So mussten wir lange Zeit warten bis Papa kam. Als er hier war, konnten wir schliesslich doch reingehen. Das war der Grund, warum ich die Hausaufgaben nicht machen konnte.


4. Klasse: Giulia Stauber, Pünt

Gestern in der Schule haben viele ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die Lehrerin hat sich darüber genervt. Alle haben es Frau Müller mitgeteilt.
Mara hat gesagt: «Ich habe den Schlüssel im Kühlschrank vergessen, also habe ich drei Stunden gewartet.» Teo ist zum Augenarzt getrödelt. Seine Uhr ist kaputt gegangen. Bei Kim ist ihre Schildkröte davon geflitzt. Kim hat sie den ganzen, langen und schönen Nachmittag gesucht. Fassungslos ist Kim gewesen, sie hat Schili im grünen, hohen und saftigen Apfelbaum gefunden. In Bernts Haus hat es gebrannt. Bernt ist aus dem Fenster geklettert und runtergesprungen. Er landete gesund und heil auf einem Trampolin. Die Lehrerin hat gesagt: «Dann macht sie eben auf Morgen.»

5. Klasse: Madlaina Sutter, Hasenbühl

Als ich von der Schule nach Hause lief, warf ich einen Blick nach hinten, um zu sehen, ob mir jemand folgte. Da sah ich am Boden ein Rätselblatt. Ich bückte mich, hob es auf und betrachtete es. Ich versuchte es zu entschlüsseln, da kam mir eine zündende Idee. Ich flitzte zu einer Feuerstelle im Park und machte Feuer. Offensichtlich war das Papier feuerfest, denn als ich es übers Feuer hielt, fing es nicht an zu brennen. Meine Hand hingegen schon. Ich schüttelte sie und rief: «Ahhh, Hilfe!» Meine Hand stand in Flammen! Da wurde mir schwarz vor Augen. Als ich erwachte, hatte ich keinerlei Zeitgefühl. War es morgen? Oder schon Abend? Im Zeitlupentempo stand ich auf und mir wurde klar: Ich war im Krankenhaus! Um meine rechte Hand war ein Verband gewickelt. Neben mir war meine Mutter: «Schlaf weiter. Du hast es nötig. Nach dem Schock brauchst du deinen Schlaf.» Ich kuschelte mich in mein Bett. Der letzte Gedanke bevor ich einschlief war: Oh, ich habe meine Hausaufgaben vergessen!

6. Klasse: Jan Ziörjen, Niederuster

«Schildkröteneier sind sehr...», die Türe zum Schulzimmer platzte auf. «Leandro, toll, dass du auch noch kommst», rief der wütende Lehrer ihm entgegen. «Du bist zwanzig Minuten zu spät.» Was für eine Strafe wird es für ihn geben? «Kann man eigentlich für etwas bestraft werden, das man gar nie gemacht hat?» Darauf antwortete der Lehrer: «Natürlich nicht!» Leandro wurde ganz warm, denn er hatte seine Hausaufgaben nicht gemacht. Doch dies sollte der Lehrer erst viel später erfahren. «Leandro, komm mit mir vor die Tür, ich habe unter deinem Pult die leeren Hausaufgaben gefunden!» Ich erinnerte mich an gestern Abend, als ich sie noch holen wollte und das Zimmer abgeschlossen war. Alle andern aus der Klasse hatten sie schon gemacht, deshalb konnte ich sie auch nicht kopieren. Ich sass in der Klemme! Die Klassenzimmertür öffnete sich einen Spalt und zwei Augen schauten hinaus. Als wir wieder im Zimmer waren, lagen meine Hausaufgaben vollständig auf dem Pult. Wer hatte sie gemacht?