Schreibwettbewerb 2026
«Ein geheimnisvoller Gegenstand»

Dieses Jahr haben 371 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Uster am Schreibwettbewerb der Begabtenförderung teilgenommen - ein neuer Rekord! Das Thema hiess "Ein geheimnisvoller Gegenstand", wobei die fünf abgebildeten Würfelbegriffe in irgendeiner Form darin vorkommen mussten.
Aus den vielen spannenden, witzigen oder überraschenden Kurzgeschichten wurde durch die dreiköpfige Jury pro Klassenstufe die beste ausgewählt und die Autorinnen und Autoren mit einer Urkunde und einem Set Geschichtenwürfel belohnt. Herzliche Gratulation an die Gewinnerinnen und Gewinner und vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.
1. Klasse: Emilia S., Pünt
Die Suche nach dem geheimen Gegenstand
Lea und Jan lesen wie jeden Morgen Zeitung. “Tanzaufführung...” “Lahm.” “Oh mein Gott!” “Was?” “Schau selbst... Geheimer Gegenstand...” “Los! Schnell!” Sie rennen los. Plötzlich steht eine Schranke im Weg. “Achtung! Weiter dem Pfeil entlang.” Lea zeigt zu einem Tor. Man muss Geld zahlen. Sie zählt ihr Geld. “Gut.” Und kaum sind sie drin, sehen sie auf dem Tisch ein Buch. Aber Jan nimmt das Buch. Er öffnet das Buch. Süssigkeiten! Aus dem Buch kamen so viele tolle Süssigkeiten und so waren’s genug.
2. Klasse: Filip B., Wermatswil
Es war einmal ein Dorf namens Wermatswil. Da lebte ein reicher Mann. Er war ein schneller Renner. Eines Tages passierte es, dass er bei einem Rennen an eine gesperrte Strasse kam. Er hat angehalten. «Was mach ich jetzt?», sagte er. Plötzlich ist ein fliegender Tisch gekommen. Er hat gesagt: «Setz dich auf mich!» Der Mann kletterte auf den Tisch. Der Tisch hob ab. Sie flogen eine Abkürzung. Dann kam ein Schild. «Rechts fliegen!», sagte der Mann. Der Tisch flog rechts und weiter ins Ziel. Der Mann und der Tisch haben gewonnen. Sie tanzten und tanzten.
3. Klasse: Leonidas K., Niederuster
«Und zack, Uno!» «Pah, du gewinnst ja immer», sagte ich zu meinem Bruder, als er nur noch eine Karte hatte. Mir wurde langweilig. Ich ging zur Tür und überlegte, wohin ich wollte. Da kam mir eine Idee: Die Baustelle! Da gibt es tolle Hindernisse zum Drüberspringen. Ich eilte sehr. Links, rechts. Ich sah eine Strassensperrung, sprang und plötzlich wurde alles dunkel und dann wieder hell. Ich war im alten Rom. Ich sah einen Tänzer, einen Händler und -oh!- Legionäre. Die Legionäre kamen auf mich zu, ich rannte weg, aber hinter mir war eine Wand. Ich sprang so hoch, wie ich konnte. Und plötzlich wurde es dunkel, ich war wieder zuhause. War es ein Traum oder….
«Und zack, Uno!»
4. Klasse: Polly B., Pünt
Zunyma steht im Zimmer ihres Vaters, der gerade seine ganzen Steine sortiert. Er ist Steinsammler und sagt: «Du darfst dir einen Stein aussuchen Zunyma. Alle sind sehr wertvoll und sehr besonders.» Zunyma überlegt. Es gibt einen, dessen Form an einen Pfeil erinnert und einen, der im Sonnenlicht lila glänzt. Doch ein anderer zieht sie magisch an. Er ist grasgrün und hat irgendetwas besonderes an sich. Sie nimmt ihn in ihre Hand und plötzlich verformt er sich. Er bekommt Arme, Beine, einen Kopf und sogar einen Schwanz. Er beginnt zu tanzen und sagt: «Juhu endlich hat mich jemand aus dem Stein geholt. Jetzt werde ich die ganze Welt verwüsten!» Er rennt los. Zunyma rennt auch los. Sie verfolgt ihn durch den Park, um den Supermarkt bis zu einer Baustelle. Da steht eine riesige Absperrung und das magische Männchen knallt dagegen. Zunyma drückt ihm fest auf den Bauch und es erstarrt wieder zu Stein. Zunyma schmeisst den Stein in einen Gulli. So kann er kein Unheil mehr anrichten.
5. Klasse: Florentine P., Oberuster
Als ich heute Morgen aufstand, sah ich, dass die Strasse gesperrt war, denn gegenüber machte eine Altwarenhandlung auf. Ich rannte sofort hinunter und zählte mein Geld. Als ich den Laden betrat, stach mir eine Spieldose ins Auge. Sie war dunkelblau und in einem hellen Kreis war eine sich drehende Tänzerin. Dazu spielte die Dose einen Walzer. Auf einmal sprang die Tänzerin von der Dose und rannte direkt in mein Haus, das ich nicht zugemacht hatte. Ich rannte hinterher. Sie bog ab und huschte in mein Zimmer. Ich sprang hinein und warf die Tür zu. Die Tänzerin sprach: «Da du mich gefangen hast, hast du drei Wünsche frei.» Da sitze ich jetzt und überlege, was ich mir wünschen sollte.
6. Klasse: Finn B., Nänikon
Zitternd sass er da. Xiao fragte sich, wie er in diese Lage gekommen war. Hätte er doch bloss nicht dieses eine letzte Mahjong-Spiel angenommen, gegen irgendeinen düsteren Typen. Plötzlich stürmte die Hongkonger Polizei das Gebäude und Xiao wurde von einer kraftvollen Hand von seinem Stuhl gezerrt. Dann sprach eine tiefe Stimme zu ihm: «Wo ist er?» Wo ist wer, fragte sich Xiao, als er bemerkte, dass der düstere Typ verschwunden war. Dann sah er ihn – auch er war gefesselt. Als die Polizei nach einigen Fragen wieder gegangen war, nahm Xiao den Spieleinsatz hastig an sich. Es war eine grüne Jadekugel und als er sie berührte, blitzte auf einmal ein Drache neben ihm auf und geheimnisvolle Musik ertönte. Da erkannte er ihn: einer der letzten sagenumwobenen Jade-Drachen. Er steckte den Stein ein und verschwand in das vom Mond erhellte Hong-Kong.